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01. dezember

1. Adventssonntag
Jes 2, 1-5

Frieden – Pace - Shalom – Salam …

Ist Jesaja größenwahnsinnig? Das Land Israel lebt in unruhigen Zeiten, es ist Krieg. Immer wieder werden die Israeliten von Feinden und Nachbarvölkern bedroht. Und dann diese Vision des Propheten: „Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzer-messern. … und sie erlernen nicht mehr den Krieg.“ Das kann nichts werden, oder? Das wäre doch so, wie wenn plötzlich weltweit alle Machthaber den Frieden verkünden würden, und sich daran halten. Unvorstellbar! Beginnt aber der Frieden nicht schon im Kleinen, im Kindergarten, Schule, Familie, Nachbarschaft, Gemeinde? Wie man „Krieg“ spielen kann, das wissen schon die Kinder, doch Frieden, wie geht das?

Frieden braucht kleine, neue Schritte, Wege der Versöhnung. Immer wieder, jeden Tag neu. Gisela Baltes beschreibt es in ihrem Text „Schritte zum Frieden“ so:

Schweigen - Zuhören - Nachdenken · Schwäche zulassen - Bitten lernen - Hilfe annehmen
Zuhören - Nachdenken - sich öffnen · Liebe empfangen - Vertrauen wagen - Liebe geben
Zuhören - Umdenken - Mitfühlen · Verständnis üben - Rücksicht nehmen - Unrecht ertragen
Zuhören - Weiterdenken - Verhandeln · Konflikte lösen - Hände reichen - Frieden stiften

Eine friedvolle Woche, in der wir einander Friedenszeichen setzen, wünscht Ihnen

Eva Bracharz-Streib, Pastoralreferentin

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