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31. Januar
4. Sonntag im Jahreskreis
Mk 1, 21-28

Fröhlich sein!

Für uns, die Salesianer, ist der 31. Januar ein besonderer Tag. An diesem Tag feiern wir unseren Gründer, den heiligen Johannes Bosco. Die beste Darstellung Don Boscos, die ich gefunden habe, hat die katholisch orientierte Schriftstellerin Elisabeth Langgässer geschrieben: „Er war Kuhhirt und Winzer, Trapezkünstler, Lehrer und Tausendsassa, Pionier und Pfadfinder, Kaufmann und Priester, Sozialarbeiter und Jugendfreund, Gründer unzähliger Jugendheime in der alten und der neuen Welt, Kamerad und Vater von kleinen Dieben, von Räubern und Waisenkindern, Anführer ihrer Spiele und Tröster ihrer Leiden, Büßer und Beter für seine Jungenschar, die keiner mehr zählen kann, ein Baumeister, Spekulant und Träumer. Er war ganz einfach, so einfach wie ein wildes Gebirgswasser einfach ist, das gleichzeitig Steine mit sich reißt und Blumen und Tiere tränkt (…)“.

Don Bosco wurde "der genialste Erzieher des 19. Jahrhunderts" genannt. Mit seiner liebevollen und fröhlichen Art schaffte er es, die Herzen der Menschen, vor allem der Jugendlichen, zu gewinnen und sie zum Glauben zu führen, denn – wie er zu sagen pflegte – "Der Teufel hat Angst vor fröhlichen Leuten". Dieser Anspruch passt gut zu dem Evangelium des heutigen Sonntags, in dem wir von einem Mann hören, der von einem unreinen Geist besessen war. Dieses Evangelium von der Heilung eines Besessenen ist eine sehr trostvolle Stelle. Nicht nur, weil die Menschen merken, dass Jesus mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet und den unreinen Geist austreibt, sondern auch weil der Dämon Angst hat. Die Reaktion dieses Dämons zeigt uns, dass Jesus uns rettet und den Teufel besiegt. Jesus kam auf die Welt, um die Welt zu reinigen von den zerstörerischen Mächten und vom Bösen, das seit der ersten Sünde die Welt belastet.

"Der Teufel hat Angst vor fröhlichen Leuten" – sagt uns der heilige Johannes Bosco. Don Bosco wusste um die besondere Bedeutung, die er diesem Gemütszustand zusprach, denn er ist ein Ausdruck reiner Lebensfreude und eine Quelle des Glücks, die anstecken und sich ausbreiten kann wie ein Lachen, das von Herzen kommt. Lassen wir uns davon tragen und gehen wir zuversichtlich unseren Weg in der festen Überzeugung: Gott geht mit uns.

Einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche wünscht Ihnen

P. Leonard Szewczyk SDB, Ihr Pfarrvikar

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